Der SQL Server Default Trace ist ein eingebautes Logging-Feature, das kontinuierlich wichtige Server-Ereignisse aufzeichnet – Konfigurationsänderungen, Fehler, Datenbank-Events und mehr. Er läuft automatisch und ist ein unverzichtbares Forensik-Tool.
Default Trace aktivieren und lokalisieren
-- Prüfen ob Default Trace aktiv ist
SELECT * FROM sys.configurations
WHERE name = 'default trace enabled';
-- Pfad der Trace-Datei finden
SELECT path FROM sys.traces
WHERE is_default = 1;
Wichtige Events aus dem Default Trace lesen
-- Trace-Datei in Tabelle laden und analysieren
DECLARE @TracePath NVARCHAR(500);
SELECT @TracePath = path FROM sys.traces WHERE is_default = 1;
-- Konfigurationsänderungen der letzten 24h
SELECT
CAST(StartTime AS DATETIME) AS EventTime,
TextData,
ApplicationName,
LoginName,
SPID
FROM fn_trace_gettable(@TracePath, DEFAULT)
WHERE EventClass = 22 -- ErrorLog
OR EventClass = 116 -- Configuration change
ORDER BY StartTime DESC;
Datenbankwachstums-Events
-- Automatische Datei-Wachstums-Events
SELECT
StartTime,
DatabaseName,
FileName,
IntegerData * 8.0 / 1024 AS GrowthMB
FROM fn_trace_gettable(@TracePath, DEFAULT)
WHERE EventClass IN (92, 93) -- Data/Log File Auto Grow
ORDER BY StartTime DESC;
Der Default Trace ist oft die einzige Quelle für historische SQL Server-Ereignisse, wenn kein dediziertes Monitoring vorhanden ist. Er sollte zu jedem DBA-Toolkit gehören und ist der erste Anlaufpunkt bei der Ursachenforschung nach Vorfällen.








