Marvel’s Spider-Man: Miles Morales ist der Beweis, dass kürzere Spiele manchmal kraftvoller sind als epische. In rund 10 Stunden erzählt Insomniac Games eine emotionale, kulturell reichhaltige Geschichte über einen neuen Spider-Man – und trifft dabei ins Schwarze.
Die Geschichte: Ein Spider-Man für alle
Miles Morales ist 17 Jahre alt, afroamerikanisch-puertoricanischer Herkunft und gerade erst dabei, seine Spider-Man-Kräfte zu meistern. Die Geschichte spielt in einem weihnachtlichen Harlem und handelt von Vertrauen, Verrat, Heimat und Identität. Sie ist deutlich persönlicher und fokussierter als das Hauptspiel von 2018.
Gameplay: Venom-Kräfte und Tarnmodus
Miles besitzt zwei einzigartige Fähigkeiten, die ihn von Peter Parker unterscheiden:
- Bioelektrische Kräfte (Venom): Elektrische Angriffe, die Feinde stunnen und überladene Fähigkeiten aktivieren
- Tarnmodus: Kurzzeitige Unsichtbarkeit für Stealth-Ansätze
- Venom-Sprung: AoE-Angriff mit enormer Reichweite
Grafik und Performance (PS5)
Miles Morales war eines der ersten Showcases für die PS5. Ray Tracing mit stabilen 30 fps oder 60 fps ohne RT – beide Modi beeindrucken. New York City bei Nacht mit Schneefall und Ray Tracing ist heute noch eines der schönsten Bilder in der Konsolengeschichte.
Fazit
Miles Morales ist kein “kleines” Spiel – es ist ein komprimiertes Meisterwerk. Emotional tiefer als viele 60-Stunden-Open-Worlds, mit herausragendem Gameplay und einem Soundtrack (Hip-Hop, Latin Jazz), der perfekt zur Persönlichkeit des Protagonisten passt. Pflichtspiel.
Bewertung: 9.5/10








