Jeder kennt Pac-Man. Die meisten kennen Blinky (rot), Pinky (pink) und Inky (blau). Aber Clyde, der orangefarbene Geist – er ist das Stiefkind des Quartetts, der missverstandene Außenseiter. Dabei hat er die interessanteste Geschichte von allen.
Die vier Geister und ihre KI
Pac-Man wurde 1980 von Namco veröffentlicht und war ein revolutionäres Spiel auch wegen seiner KI. Jeder Geist hat ein eigenes Verhaltensmuster:
- Blinky (rot): Verfolgt Pac-Man direkt (“Shadow”)
- Pinky (pink): Versucht, Pac-Man abzuschneiden (“Speedy”)
- Inky (blau): Komplexes Verhalten, abhängig von Blinky und Pac-Man (“Bashful”)
- Clyde (orange): Jagt Pac-Man, flüchtet aber, wenn er zu nah kommt (“Pokey”)
Clydes Geheimnis
Clyde sieht dumm aus – er läuft auf Pac-Man zu, dreht dann ab und versteckt sich in der unteren linken Ecke. Aber das ist keine Fehlfunktion. Clydes Algorithmus prüft: Ist Pac-Man weniger als 8 Felder entfernt? Dann flucht Clyde in seine “Scatter”-Position. Weiter weg? Dann jagt er. Dieses Schutzmechanismus macht ihn tatsächlich zum unberechenbarsten Geist.
Das Design-Genie dahinter
Diese unterschiedlichen KI-Muster wurden von Toru Iwatani entworfen, um das Spiel interessant zu halten: Nicht alle Geister machen dasselbe, was Pac-Man-Spieler zwingt, verschiedene Fluchtwege zu planen. Clyde ist dabei das wild-card-Element – unzuverlässig genug, um gefährlich zu sein.
Clyde ist kein schlechter Geist. Er ist ein komplexes Spieldesign-Konzept in orangefarbenem Gewand – unterschätzt von Millionen Spielern seit 1980.








