Eine eigene Retrokonsole mit Raspberry Pi zu bauen ist einfacher als man denkt – und das Ergebnis übertrifft kommerzielle Retro-Konsolen wie NES Classic bei weitem. Dieser Leitfaden führt von der Hardware-Auswahl bis zum ersten Spiel.
Benötigte Hardware
- Raspberry Pi 3B+ oder 4: Basis des Systems (30-60€)
- MicroSD-Karte (32-64 GB): Für RetroPie und ROMs (10-20€)
- Retro-Gehäuse: NESPi Case+ oder Retroflag SUPERPi (25-40€)
- Controller: 8Bitdo SN30 Pro (40-50€)
- Netzteil: Offizielles Raspberry Pi Netzteil 3A (10€)
Schritt 1: RetroPie installieren
# RetroPie Image herunterladen von retropie.org.uk
# Auf MicroSD schreiben (Raspberry Pi Imager oder Balena Etcher)
# Nach dem ersten Boot:
# Raspi-Config → Dateisystem erweitern
# Zeitzone und Sprache einstellen
# SSH aktivieren für Remote-Konfiguration
Schritt 2: Emulatoren konfigurieren
RetroPie kommt mit vorinstallierten Emulatoren für SNES, NES, Game Boy und mehr. Für N64 (Mupen64Plus) und PlayStation (PCSX-ReARMed) sind zusätzliche Konfigurationen nötig. ROMs im Verzeichnis /home/pi/RetroPie/roms/ ablegen – je nach Konsole in Unterordnern.
Schritt 3: Scraper für Cover-Art
# Skraper (empfohlen) über RetroPie Setup installieren
# Oder: Screenscraper direkt über EmulationStation konfigurieren
# Konfiguration → UI Settings → Scraper → ScreenScraper.fr
# Alle Systeme gleichzeitig scrapen
Nach etwa zwei Stunden Einrichtungszeit hat man eine Retrokonsole, die tausende Spiele von NES bis PlayStation in einwandfreier Qualität abspielen kann – für unter 150€ Gesamtkosten.








