Sense8 ist eine der mutigsten und aufwendigsten Serien, die Netflix je produziert hat. Geschaffen von den Wachowski-Schwestern (The Matrix) und J. Michael Straczynski, erzählt sie die Geschichte von acht Menschen weltweit, die durch eine mentale Verbindung miteinander verknüpft sind.
Das Konzept: Globale Empathie
Die acht Hauptcharaktere – ein Sensate-Cluster – können die Fähigkeiten, Sprachen und Erinnerungen der anderen teilen. Ein Stuntman in Nairobi hilft einer Hackerin in Berlin. Eine Ärztin in Mexiko assistiert einem Schauspieler in Mumbai. Das narrative Konzept ist zutiefst humanistisch: Empathie als Superkraft.
Aufwändige Produktion weltweit
Sense8 wurde wirklich an den Schauplätzen der Geschichte gedreht: Berlin, Mumbai, Nairobi, São Paulo, Seoul, Chicago, London und Reykjavik. Das verleiht der Serie eine visuelle Authentizität, die am Computer nicht replizierbar ist. Die Produktionskosten waren entsprechend astronomisch.
Diversität und Repräsentation
Sense8 war 2015 seiner Zeit voraus in Bezug auf Repräsentation: LGBTQ+-Charaktere, Menschen verschiedener Ethnien und Kulturen – nicht als Randnotizen, sondern als Hauptcharaktere mit vollständigen Geschichten. Die Wachowski-Schwestern haben hier eine Vision umgesetzt, die mutig und konsequent ist.
Netflix cancelete Sense8 nach Staffel 2 – ein Aufschrei der Community erzwang ein abschließendes 2,5-Stunden-Special. Die Serie bleibt eines der schönsten Sci-Fi-Experimente im Streaming-Bereich: zu teuer, zu nischig, zu brilliant für den Massenmarkt.








