GPU-Flüssigkühlung: Test der NZXT Kraken X63 an der RTX 2080

Grafikkarten werden immer leistungshungriger – und heißer. Die NZXT Kraken X63 ist eine All-in-One-Wasserkühlung (AIO), die ursprünglich für CPUs entwickelt wurde, aber mit dem richtigen Adapter auch an Grafikkarten wie der RTX 2080 betrieben werden kann. Wir haben den Test gewagt.

Warum GPU-Flüssigkühlung?

Die RTX 2080 erreicht unter Last mit der Standardkühlung Temperaturen von 83–87°C. Das ist zwar im Rahmen der Spezifikation, führt aber zu Thermal Throttling und höherem Lärmpegel. Ziel der Flüssigkühlung: Temperaturen unter 70°C, stabilere Taktfrequenzen und deutlich leiserer Betrieb.

Hardware und Montage

  • Kühler: NZXT Kraken X63 (280mm Radiator, 2x140mm Lüfter)
  • Adapter: NZXT GPU-Montagekit für kompatible Karten
  • Wärmeleitpaste: Thermal Grizzly Kryonaut
  • Demontage: RTX 2080 Standardkühler entfernen, Backplate behalten

Testergebnisse: Temperaturen

SzenarioStandardkühlerNZXT Kraken X63
Idle42°C31°C
Gaming (1 Stunde)84°C58°C
Benchmark (Furmark)87°C63°C
Overclock (+200 MHz)InstabilStabil bei 68°C

Lärmpegel und Overclock-Potenzial

Die NZXT Kraken X63 läuft im Gaming-Betrieb mit ~800 RPM – praktisch unhörbar. Der Standardkühler erreichte unter Last 2400 RPM und war deutlich störend. Mit der niedrigeren Betriebstemperatur war ein stabiler GPU-Overclock von +200 MHz Core und +500 MHz Memory möglich, was einem Performance-Gewinn von ca. 8% entspricht.

Fazit

Die GPU-Flüssigkühlung mit der NZXT Kraken X63 ist ein klarer Erfolg. Temperaturen um 25°C niedriger, drastisch reduzierter Lärm und besseres Übertaktungspotenzial. Der Aufwand der Demontage lohnt sich – für alle, die ihre Karte an ihre Grenzen bringen wollen.